Jedes Jahr sehen sich viele Käufer aus ganz Europa und darüber hinaus Schweizer Inserate an. Hier ein ehrlicher Blick darauf, warum – und wann es sich nicht lohnt.
Die Vorteile
Regelmäßige amtliche Prüfungen
Schweizer Autos müssen während ihrer gesamten Lebensdauer in regelmäßigen Abständen eine amtliche Fahrzeugprüfung bestehen, auf Deutsch MFK, auf Französisch expertise genannt. Viele Inserate geben an, wann das Auto zuletzt geprüft wurde.
Servicehistorie
Viele Schweizer Besitzer lassen ihre Autos bei offiziellen Händlern warten und bewahren die Rechnungen auf. Das macht die Historie leichter überprüfbar.
Großzügige Ausstattung
Schweizer Käufer bestellen oft viele Extras, und Allradantrieb ist wegen der Berge weit verbreitet.
Keine doppelte Mehrwertsteuer
Verkauft ein mehrwertsteuerpflichtiger Händler ein Auto für den Export, wird die Schweizer MwSt. von 8,1 % normalerweise nicht berechnet oder erstattet. Stattdessen zahlen Sie die Einfuhrumsatzsteuer in Ihrem Land.
Die Nachteile
- Streusalz: Im Winter werden die Straßen gesalzen, deshalb muss der Unterboden sorgfältig geprüft werden.
- Zoll: Die Schweiz gehört nicht zur EU, deshalb durchläuft jedes Auto Aus- und Einfuhrverzollung.
- Entfernung: Sie können das Auto nicht ohne Weiteres selbst ansehen, deshalb ist eine Prüfung vor Ort so wichtig.
- Preise: Schweizer Preise sind nicht immer niedriger. Der Wechselkurs kann für oder gegen Sie arbeiten.
Wann es sich lohnt
Meist lohnt es sich bei gut ausgestatteten Premium-, Allrad-, Sport- und Sammlerautos und wenn Sie eine bestimmte Konfiguration suchen, die zu Hause selten ist. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten: Kaufpreis, Lieferung und Ihre Einfuhrabgaben.